Wissenswertes zum Luchs

Nachtaktive Anschleichjäger

Luchse sind Säugetiere und gehören zu den Kleinkatzen. Sie sind größer und schwerer als unsere Hauskatzen und entsprechen in der Größe in etwa einem größeren Hund. Luchse haben scharfe Krallen. Wenn sie angreifen, können sie sie blitzschnell vorschnellen lassen und ihre Beute damit packen. Sie sind Anschleichjäger, die vorwiegend am Abend jagen, wenn auch ihre Beutetiere aktiv sind. In freier Wildbahn können Luchse 10 bis 20 Jahre alt werden.

Merkmale des Luchs

  • gleicht einer großen Katze
  • geflecktes Fell
  • Pinselohren (Haarbüschel an den Spitzen)
  • Stummelschwanz
  • kann sehr gut sehen und hören
Infografik

Wie leben Luchse?

Luchse jagen nachts oder in der Dämmerung. Sie sind reine Fleischfresser und fressen kleine und mittelgroße Säugetiere und Vögel. Je nach Region und Beutevorkommen reißen Luchse auch größere Paarhufer wie Rehe, Gämsen und Rentiere.

Von der Paarungszeit im Februar und März abgesehen, leben Luchse allein. Nach etwa zehn Wochen bringt die Mutter zwei bis maximal fünf Jungtiere zur Welt. Sie sind anfangs blind und nur knapp 300 Gramm schwer. Mit etwa vier Wochen beginnen sie Fleisch zu fressen. Im nächsten Frühling verlassen sie ihre Mutter. Die Weibchen sind mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif, die Männchen mit drei Jahren.

Sind Luchse vom Aussterben bedroht?

In Mitteleuropa waren die Luchse fast ausgerottet. Weil sie sich auch von Schafen und Hühnern ernähren können und Jagdkonkurrenten zu den menschlichen Jägern sind, haben die Menschen sie bis an den Rand der gänzlichen Ausrottung gejagt. In den letzten Jahren wurden Luchse in verschiedenen Regionen Europas wie auch in Deutschland wieder ausgesetzt oder wanderten selbst wieder ein. Trotzdem gilt der Luchs in Deutschland immer noch als stark gefährdet. Damit der Luchs überleben kann, ist er streng geschützt und darf nicht gejagt werden.

Wenn Luchse ausgesetzt werden, erhalten viele vorher einen Sender, mit denen man sie orten kann. So kann man verfolgen, wie sie sich bewegen und wo sie leben. Dadurch kann man sie auch besser schützen, weil ihre Verhaltensweise in freier Natur dadurch bekannt ist.

Bedrohte Arten

Handel mit geschützten Arten

Abkommen zum Artenschutz CITES