Insekt des Jahres

  • Keine Tiergruppe ist artenreicher

Die Rostrote Mauerbiene

Bestimmt kennst du diese Situation auch: Du sitzt mit deinen Eltern oder Freunden draußen, zum Beispiel beim Grillen oder Picknicken. Die Sonne scheint, es ist warm und ihr lasst es euch richtig gut gehen. Doch plötzlich hörst du dieses Summen, das immer lauter wird. Eine Biene landet auf dem Rand deines Orangensaftglases. Und plötzlich ist die entspannte Stimmung vorbei. Denn viele Menschen – und vielleicht auch du – finden Bienen nicht nur störend, sondern haben Angst davor, von ihnen gestochen zu werden. Dabei machen sie das eigentlich nur selten und sind gleichzeitig wichtig für uns und unsere Natur. Aber was macht sie eigentlich aus?

Kleiner Obstbestäuber

Als eine von vielen anderen Wildbienenarten Deutschlands ist sie etwa so groß, wie ein Stück Würfelzucker und so behaart, dass man sie leicht mit einer Hummel verwechseln kann. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Bestäubung von Obstbäumen. Und das kommt uns allen zugute: Denn ohne die Bestäubung würden die Bäume und Blumen auf unseren Wiesen keine Früchte tragen – wir hätten also viel weniger zu essen oder könnten keinen Apfelsaft trinken!

Wissenschaftlich wird die Rostrote Mauerbiene auch Osmia bicornis genannt. Bicornis ist lateinisch und bedeutet auf Deutsch so viel wie: „mit zwei Hörnern“. Diese hat die Wildbiene tatsächlich: Als Werkzeuge dienen sie ihr dazu, die Pollen gut ernten und von Blüte zu Blüte tragen zu können.

Harmlose Wildbiene

Und das Beste: Die Rostrote Mauerbiene ist völlig harmlos. Sie sticht nur ganz selten und freut sich, wenn man ihr zum Beispiel ein Bienenhotel zur Verfügung stellt. Hat sie diese Möglichkeit zum Nisten nicht, baut sie ihre Nester ganz flexibel überall dort, wo ein Hohlraum besteht: in lockerem Gestein, in Schlüssellöchern oder in Rollladenkästen.

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