Boden des Jahres

  • Lebensgrundlage für Pflanzen und Tiere

Der Kippenboden

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie wichtig eigentlich der Boden ist, auf dem du gerade sitzt, stehst oder auf dem das Haus steht, in dem du wohnst? Interessante Frage oder? Denn was wäre die Erde ohne Böden, die nicht nur dafür sorgen, dass Gebäude stabil stehen, sondern auch dafür, dass zum Beispiel Blumen und Bäume richtig wachsen können? Je nachdem, wo sich der Boden befindet und was er leisten soll, lassen sich viele verschiedene Arten unterscheiden.

Ein junger Boden

Als Boden des Jahres 2019 wurde ein ganz besonderer Boden ausgewählt: der Kippenboden. Er ist ein ganz junger Boden, der dort entsteht, wo sich der Mensch mit der Förderung von Braunkohle intensiv in die Natur einmischt. Der Begriff „Braunkohle“ ist dir bestimmt in der letzten Zeit schon einmal zu Ohren gekommen. Sie wird zur Energieerzeugung verbrannt.

Der Boden, den die Menschen abbaggern, um die in den unteren Erdschichten liegende Braunkohle zu erreichen, wird später wieder in die Gruben gefüllt. Wenn dieser Boden wieder bepflanzt wird, entsteht hier der Kippenboden.

Schlechter Nährstoffspeicher

Der Kippenboden kann Nährstoffe und Wasser nur schlecht speichern. Damit er wieder nährstoffreich wird und Pflanzen auf ihm wachsen können, wird er gedüngt.

Auf Kippböden werden später oft Bäume gepflanzt, zum Beispiel Nadel- oder Laubbäume, die nährstoffarmen Boden gut vertragen. Kleinere Flächen werden oft sich selbst überlassen und bieten vielen Pflanzen und Tieren bald eine ökologische Vielfalt, die für den Fortbestand vieler Pflanzen und Tiere ganz wichtig ist.