Baum des Jahres

  • Jeder einzelne ist ein Lebensraum für viele Tiere

Die Flatterulme

Wenn du dich im Sommer an ein Flussufer stellst, die Augen schließt und ganz leise bist, kannst du sie vielleicht hören: die Flatterulme. Denn ihren Namen verdankt sie ihren langstieligen Blättern, die dann im Wind leise tanzen und rascheln. Die Flatterulme – oder wissenschaftlich: Ulmus laevis – ist eine der drei Ulmenarten, die in Mitteleuropa wächst.

Sternenförmige Brettwurzeln

Der Flatterulme machen nasse Füße nichts aus. Das bedeutet, dass sie sich besonders dort wohlfühlt, wo viel Wasser ist und das Land auch mal überschwemmt werden kann – zum Beispiel an Flussufern. Da ihre Wurzeln bei so einer großen Menge Wasser tief im Boden jedoch nur wenig Sauerstoff erhalten, nutzt der Baum einen besonderen Trick: Die Flatterulme besitzt sogenannte Brettwurzeln, die kein anderer Baum in Mitteleuropa ausbilden kann. Die großen Wurzeln gehen sternenförmig vom Baum ab und garantieren, dass die Ulme stabil steht.

Ein Rettungsanker für Insekten

Das ist wichtig, denn die Flatterulme kann bis zu 35 Meter groß werden. Wie man sie erkennt? Ihre Blätter sind eiförmig und besitzen am Rand kleine Zacken; die Rinde ist gemustert. Wie die anderen beiden Ulmen blüht auch die Flatterulme im März, im späten Frühjahr entwickeln sich ihre runden Früchte. Da sie sehr robust ist und selten von Krankheiten befallen wird, ist sie für Insekten, die auf die Ulme angewiesen sind, ein Rettungsanker. 

Artikel

Natur des Jahres 2019

Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten und auch ihre Lebensräume werden immer kleiner.

Jedes Jahr werden Landschaften, Pflanzen und Tiere des Jahres gekürt, die stellvertretend auf bedrohte Natur aufmerksam machen sollen.

mehr lesen