Der Frühling erwacht

Im Frühjahr, sobald die Temperaturen wieder steigen und der Schnee schmilzt, wird es lebendig. Viele Tiere erwachen aus dem Winterschlaf, Zugvögel kehren aus dem Süden zurück und um uns herum, beginnt es zu surren. Die Tierwelt wird wieder lebendiger!

Auch bei den Pflanzen sieht man schnell Veränderungen. Es beginnt zu "grünen". Die Blattknospen der Bäume gehen auf. Viele Sträucher und Bäume entwickeln ihre Blütenknospen und die Frühblüher verschönern mit ihrem Auftreten die Wiesen.

Adé Wintermüdigkeit

Einige Tiere halten in den Wintermonaten den sogenannten Winterschlaf. Dabei verfällt nicht jeder Winterschläfer direkt in einem tiefen Schlaf, sondern vielmehr in eine Winterruhe oder -starre. Dabei fahren die Tiere ihren Stoffwechsel soweit herunter, dass sie ihre Körpertemperatur senken und ihren Herzschlag verlangsamen. So sparen sie wertvolle Energie, um längere Zeit ruhen zu können.

Sobald es wärmer wird und die Tiere den Frühling spüren erwachen sie. Richtige Winterschläfer sind Igel oder Fledermäuse. Ein Eichhörnchen dagegen kommt aus der Winterruhe. Dieses war gelegentlich im Winter aktiv und hat nach seinen Nahrungsvorräten gesucht. Amphibien, Reptilien und Insekten erwachen aus einer Starre. Sie kommen aus ihren Verstecken, wo sie sich vor dem Frost geschützt haben – Insekten haben sogar eine Art Frostschutzmittel, sodass ihr Blut trotz Minustemperaturen flüssig bleibt.

Rückkehr der Zugvögel

Manchmal wäre es doch auch schön Flügel zu haben, oder? Einige Vögel nutzen die Gabe zu fliegen und sagen dem Winter auf Wiedersehen. Doch meist Ende Februar, Anfang März kehren sie aus dem Süden zu uns zurück. Wenn du den Himmel beobachtest, wirst du bestimmt Störche oder Kraniche sehen und hören!

Frühblüher

Es wird wieder bunter mit den ersten Frühblühern. Bereits im Januar kann man in milden Wintern die Schneeglöckchen blühen sehen. Die Schneeglöckchen sind zwar noch weiß, aber danach wird es farbig! Denn im weiteren Verlauf blühen nach und nach Krokusse, Osterglocken, Tulpen oder Hyazinthen.

Blattaustrieb und Bestäubungszeit

Im Laufe des Frühjahres begrünen sich die Bäume. So brechen die Blattknospen durch Licht und Wärme auf und die Blätter beginnen sich auszubilden. Die Knospen wurden bereits im Sommer des Vorjahres gebildet. Als erster Laubbaum begrünt sich im Übrigen die Birke.

Wenn die Blüten austreiben und sich entwickeln, findet die Befruchtung der Pflanzen statt. Einige Pflanzen nutzen dabei den Wind, der die eigenen Pollen zu seinen Artgenossen treibt und die Narbe in der Blüte mit den Samen befruchtet. Doch eine wichtige Rolle spielen auch die Insekten, die nun von den Farben, Gerüchen und den süßen Nektar der Blüten angelockt werden. Gerade die Bienen und Hummeln sind dabei zu beobachten, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen, Nektar sammeln und dabei versehentlich die Blüten bestäuben.

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