8. Juni - Tag des Meeres

  • Die Meere brauchen unseren Schutz

Wasser soweit das Auge reicht

Wenn du eine Weltkarte oder einen Globus betrachtest, fällt dir vielleicht Folgendes auf: Der größte Teil der Fläche wird von Wasser eingenommen. Tatsächlich sind ungefähr zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Doch die Meere sind nicht nur da, damit wir im Urlaub gemütlich am Strand liegen oder Wassersport treiben können. In erster Linie sind die Ozeane mit über 250.000 bisher entdeckten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum für eine unglaubliche Artenvielfalt. 97 Prozent des Wassers, das es auf der Erde gibt, sind Meere. Rohstoffe, wie Sand und Kies sowie Öl und Gas, Nahrungsmittel und Wirkstoffe für Medikamente sind im Meer verborgen. Wir nutzen die Meere auch, um mit großen Schiffen Waren von einem Ort zum anderen zu transportieren.

Gleichzeitig sind unsere Weltmeere trotz ihrer unermesslichen Größe inzwischen sehr von Verschmutzung und einer zu starken Nutzung bedroht. Kaum vorstellbar, dass sie dennoch die am wenigsten geschützten Gebiete der Erde sind. 

Der Schutz des Meeres – ein großes Projekt!

Um auf die Bedeutung und die Bedrohung der Weltmeere aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen im Jahr 2009 den 8. Juni zum Tag des Meeres erklärt.

Jedes Jahr wird an diesem Tag auf der ganzen Welt das Augenmerk auf die Meere gerichtet. Mit vielen Aktionen, Projekten und Veranstaltungen soll ins Gedächtnis gerufen werden, wie wichtig die Weltmeere und ihr Schutz sind – für alle Lebewesen auf der Erde, und natürlich einschließlich für uns Menschen. Durch aktuelle Bedrohungen wie die gewaltige Vermüllung durch Plastikabfälle, den Anstieg des Meeresspiegels durch die Erderwärmung und die Überfischung der Bestände vieler Fischarten wird dieser Tag von Jahr zu Jahr immer wichtiger.

Mehr Schutzflächen bis 2020

Die Meere sind weiterhin die am wenigsten geschützten Gebiete der Erde. Die Vereinten Nationen haben vereinbart bis 2020 für mindestens 10 Prozent der Meeresflächen Schutzgebiete einzurichten.

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Plastikmüll im Meer

Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Plastik hergestellt – vom Legostein bis zum Joghurtbecher, vom Gartenstuhl bis zum Fischernetz, Fahrradreifen, Klobrillen, Autoteile, Handys – die Welt ist voller Plastik.

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Schutz der Meeresumwelt

Meere sind vielen Gefährdungen ausgesetzt. Zu den größten gehört die Klimaerwärmung. Mit ihr erwärmt sich auch das Meerwasser. Heimische Fischarten wie der Kabeljau, die kühle Temperaturen benötigen, ziehen darum nach Norden. Und durch das Treibhausgas Kohlendioxid versauern die Meere, was vielen Meeresbewohnern Probleme bereitet, da sich zum Beispiel ihre Schalen und Kalkskelette auflösen.

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