5. Dezember - Weltbodentag

  • Wichtiger Speicher und Filter

Eines der wichtigsten Naturgüter

Wattboden bei Ebbe.

Der Boden ist eines unserer wichtigsten Naturgüter. Er ist die wichtigste Nahrungsgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Außerdem trägt der Boden zum Klimaschutz bei, denn er ist nach den Ozeanen der größte Speicher für Kohlendioxid auf der Erde. Jedes Jahr wird der Boden daher am 5. Dezember mit dem Weltbodentag geehrt. 

Zum Boden des Jahres 2020 wurde das Watt gekürt, um auf die besondere ökologische Bedeutung Wattenmeers aufmerksam zu machen.

Warum ist der Boden so wichtig?

Neun von zehn unserer Nahrungsmittel, die wir täglich verspeisen, sind von einem gesunden und nährstoffreichen Boden abhängig. Ohne gesunden Boden würden wir also verhungern, denn fast all unsere Lebensmittel gäbe es nicht mehr.

Boden als Speicher und Filter

Der Boden ist ein Speicher für viele gesunde Nährstoffe, die wir und andere Lebewesen benötigen. Er speichert Wasser und filtert es, damit wir Trinkwasser sowie sauberes Wasser zum Kochen, Duschen und Waschen haben. Außerdem werden im Boden auch Schadstoffe zurückgehalten oder abgebaut.

Schadstoffe im Boden sind gefährlich

Wenn Schadstoffe in den Boden gelangen, wird der Boden beschädigt und kann seine natürlichen Funktionen nicht mehr erfüllen. Das ist schlecht für unsere Umwelt und alle Lebewesen, denn die Schadstoffe können in unser Trinkwasser und die Nahrung gelangen.

Flächenversiegelung nimmt zu

Die Bevölkerung verbraucht immer mehr Fläche. Dadurch wird der Teil des Bodens, der als Speicher und Filter und zur Produktion von Lebensmitteln zur Verfügung steht, kleiner und kleiner. Wenn wir immer mehr Straßen und Häuser bauen, zerstören wir den Boden darunter und versiegeln ihn mit Beton oder Asphalt. Es kann dann kein Wasser mehr in den Boden abfließen und es kommt vermehrt zu Überschwemmungen.

Hilf mit, den Boden zu schützen

Auch du kannst helfen, unseren Boden zu schützen und zu erhalten. Neuen Boden kann man nicht einfach kaufen. So dauert es etwa 200 bis 300 Jahre, bis auf natürlichem Wege 1 cm gesunder Boden entsteht.

Bodenschutz im Garten

Wenn du einen Garten hast, kannst du auch dort dem Boden helfen. Halte ihn möglichst bedeckt, unter einer Laubschicht oder durch Pflanzen. Das schützt seine Struktur und er kann dann länger Regen aufnehmen. Vor allem ist es gut für das Bodenleben, ohne die der Boden seine Fruchtbarkeit verlieren würde. Lass ruhig öfter das ein oder andere ‚Unkraut‘ wachsen oder mähe den Rasen nicht immer auf Stoppelhöhe.

Müll richtig entsorgen

Und achte zum Beispiel darauf, dass du deinen Müll nicht irgendwo hinwirfst. Der Müll sieht nicht nur doof aus, sondern enthält auch Schadstoffe, die schlecht für den Boden sind. Plastik z.B. zersetzt sich in immer kleinere Stücke, die schließlich von Bodentieren aufgenommen werden und am Ende die Nahrungskette belasten.

Vielleicht siehst du ja irgendwo eine leere Verpackung herumliegen? Dann tu der Umwelt und dir etwas Gutes: Hebe sie auf und entsorge sie im nächsten Mülleimer.

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