12./13. Mai – Weltzugvogeltag

Seit 2006 findet jährlich am zweiten Maiwochenende die Kampagne "Weltzugvogeltag" statt. Dabei folgt der Tag immer einem bestimmtem Motto der auf die Zugvögel aufmerksam machen soll. Die Kampagne wird durchgeführt über das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS) und das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA), dessen Sekretariate jeweils ihren Sitz in Bonn haben. Der Tag gewinnt jährlich an Zuspruch und stetig mehr Partner nehmen an verschiedenen Aktionen teil.

Die Bezeichnung Zugvögel beschreibt Vögel die zwischen den Jahreszeiten wandern. In den meisten Fällen wandern sie von der kalten Jahreszeit in die Warme, in der sie überwintern und dann zum Brüten zurückkehren. Laut Schätzungen begeben sich ungefähr 50 Milliarden Vögel jährlich auf Wanderschaft. Davon pendeln ungefähr fünf Milliarden zwischen Europa und Afrika.

Vögel - wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems

Rauchschwalbe

Die Kampagne möchte helfen die Vögel und deren Lebensraum zu schützen. Als 2006 der Tag global das erste Mal veranstaltet wurde, war gerade der Vogelgrippe-Virus-H5N1 im Umlauf, der den Vögeln an manchen Orten einen schlechten Ruf bescherte. Doch die Vögel sind wichtig für das gesamte Ökosystem und die Artenvielfalt. Denn sie fressen massenhaft Insekten. Das ist auch der Grund, warum sie im Winter in den Süden fliegen. Denn dort gibt es genügend Insekten. Doch damit es mit dem Nahrungsangebot nicht zu knapp wird, kehren sie wieder in den Norden zurück.

Die Reise vom Norden in den Süden und andersherum, wird für viele Vögel allerdings zu einer gefährlichen Angelegenheit. Und das nicht allein, weil die Reise für die Vögel weit und anstrengend ist, sondern durch den Menschen. In einigen Ländern werden die Wildvögel gefangen um sie zu halten. Woanders gelten sie manchmal auch Nahrungsmittel. Der Weltzugvogeltag möchte daher auch auf die Gefahren für die Vögel aufmerksam machen.

Wie orientieren sich die Vögel auf ihrer Reise? Darüber wurde seit Jahrhunderten gerätselt. Letztlich ist eine Theorie die verbreitetste: Zugvögel nutzen das Magnetfeld der Erde als Orientierungspunkt. Die Vögel scheinen einen Magnetsinn zu besitzen, der ihnen als Auge dient. Außerdem merken sich viele Vögel die Stellen an denen sie ihre Nester oder Brutplätze haben. Über viele Jahre pendelt so zum Beispiel die Rauchschwalbe von Nest zu Nest der verschiedenen Kontinente. Ein Wunder der Natur!

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