11. Dezember - Internationaler Tag der Berge

Aktionstag Berge

Jedes Jahr am 11. Dezember ist der Internationale Tag der Berge. Dieser Aktionstag schafft weltweit Aufmerksamkeit für die Schönheit und auch die Probleme in der Bergwelt.

Berge als Urlaubsparadies?

Viele Menschen denken zunächst an Urlaub, wenn sie an Berge denken. Im Sommer gehen wir in den Bergen wandern oder sausen eine Sommerrodelbahn hinunter. Im Winter fahren wir Ski und wärmen uns anschließend in der Berghütte bei heißer Schokolade wieder auf.

Eine grüne Wiese, auf der Kühe liegen und die Berge im Hintergrund.

Klimawandel in den Bergen

Die Bergwelt scheint auf den ersten Blick unverwüstlich, dabei ist sie sehr empfindlich und wird durch viele Dinge bedroht. In den Bergen machen sich viele Auswirkungen des Klimawandels schneller bemerkbar.

So schmelzen die Gletscher, die die Berge „zusammenhalten“, schneller als je zuvor. Durch den Klimawandel und den Temperaturanstieg schmelzen nicht nur die Gletscher, sondern auch die Böden tauen auf. Dadurch treten mehr Erdrutsche und Lawinen auf, die Dörfer und Wege zerstören können.

Verschwinden die Gletscher, verlieren wir außerdem große Mengen an verlässlichen Süßwasservorräten. Viele Flüsse führen im Sommer nur Wasser, wenn sie aus Gletschern kommen. Süßwasser dient den Menschen und vielen anderen Lebewesen als Trinkwasser und trägt zu einer vielfältigen Pflanzenwelt bei.

Tourismus: Spaß mit Konsequenzen

Auch der hohe Andrang von Urlaubern in den Bergen trägt zur Zerstörung des alpinen Lebensraumes bei. Im Sommer kann jeder manche Skipiste als braune Ödnis erkennen, eine plattgefahrene Schneise ohne Baum und ohne Strauch. Viele fahren auch mit dem Auto in die Berge. Autos stoßen aber viele klimaschädliche Abgase aus, verschmutzen die Umwelt und brauchen zusätzlich Parkplätze.

Durch steigende Temperaturen sinkt die Anzahl an Schneetagen auch in den Bergen. Damit die Urlauber trotzdem Ski fahren können, werden Skipisten mit Schneekanonen künstlich beschneit. Das kostet zusätzlich Energie und Wasser.

Wie lassen sich Berge schützen?

Seit 1995 regelt die „Alpenkonvention“ der acht Alpenstaaten den Schutz und Erhalt der Bergwelt. Die Alpenstaaten achten nun darauf, dass die Umwelt in den Bergen besonders geschützt wird. Beispielweise errichten sie Nationalparks, in denen Tiere und Pflanzen in Ruhe leben und gedeihen können. Allgemein sollen große Neubauten von Straßen, Staudämmen oder Liften möglichst vermieden werden. Naturnahe und behutsame Land- und Fortwirtschaft wird unterstützt.

Und in den Ferien?

Der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus und Bahn soll den Autoverkehr in den Bergen verringern. Schlag doch deinen Eltern vor, beim nächsten Mal mit dem Zug in die Berge zu fahren.

Reicht der Schnee im Winter nicht für lange Abfahrten, kannst du mit deiner Familie auch bei einer erlebnisreichen Winterwanderung die Bergwelt erkunden.

Weitere Informationen zur Alpenkonvention findest du auf der BMU-Internetseite

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