3. Advent: Weihnachtszeit ist Schneezeit?

Wie Schneekristalle entstehen

Mit Schnee kannst du im Winter viel ausprobieren: einen Schneemann bauen zum Beispiel, mit deinen Freunden eine Schneeballschlacht machen oder mit dem Rücken auf dem Boden liegend einen Schnee-Engel zaubern. Hast du dir dabei das weiße Pulver mal genauer angeschaut? Es besteht nämlich aus ganz vielen kleinen Schneekristallen, die alle sechseckig sind und trotzdem ganz unterschiedlich aussehen.

Welche Form ein Eiskristall hat, hängt davon ab, welche Temperatur genau herrscht und wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist. Jeder ist einzigartig – keiner gleicht dem anderen. Die Kristalle entstehen weit oben in den Wolken, wenn die Temperaturen dort unter den Gefrierpunkt sinken.

Die einzelnen Wassertröpfchen in den Wolken gefrieren mit anderen Teilchen – in der Regel Staubkörnchen – zu Eiskristallen zusammen. An ihren sechs Ecken entstehen neue Kristalle, die sich zu einer Schneeflocke formen und zur Erde fallen, wenn sie zu schwer und zu viele werden. Auf der Erde landen sie allerdings nur als Schnee, wenn es auf dem gesamten Weg bis dahin kalt genug ist – also unter null Grad Celsius.

Neu-, Pulver oder Pappschnee?

An manchen Tagen schneit es richtig schön, und du freust dich schon beim Herausschauen aus dem Fenster darauf, mit deinen Freunden einen Schneemann zu bauen oder eine Schneeballschlacht zu machen. Doch manchmal will aus dem gefallenen Schnee einfach keine schöne Kugel werden. Woran liegt das? Es gibt verschiedene Formen von Schnee, die Namen wie Neu- oder Altschnee, Faul-, Pulver- oder Pappschnee tragen. In welche Kategorie Schnee einsortiert wird, ist von seinem Alter und dem Feuchtigkeitsgrad abhängig.

Neuschnee ist zum Beispiel vor weniger als 24 Stunden gefallen, und du kannst oft noch seine Kristallform erkennen. Pulverschnee fällt bei niedrigen Temperaturen und ist sehr locker – mit ihm kannst du keinen Schneemann bauen, da er schnell wieder auseinanderfällt und sich nicht formen lässt. Faulschnee ist dir bestimmt auch als Schneematsch bekannt. Er ist mit viel Schmelzwasser durchtränkt.

Der beste Schnee für deine Schneeabenteuer ist der Pappschnee: So bezeichnen die Experten feuchten Schnee, der sich leicht formen lässt. Er fällt in der Regel bei Temperaturen um null Grad Celsius.

Weiße Weihnachten

Weihnachten und Schnee gehören für dich einfach zusammen? Viele Menschen wünschen sich, dass es an Weihnachten kräftig schneit. Als „weiß“ gelten die Weihnachtstage dann, wenn an allen drei Feiertagen mindestens ein Zentimeter Schnee liegt. Leider passiert das gar nicht so häufig. Von deinen Eltern, Nachbarn oder Verwandten hörst du bestimmt oft, dass es früher viel öfter weiße Weihnachten gegeben hat. Das stimmt aber nicht unbedingt: In den vergangenen 50 Jahren gab es das laut Statistik nur in zehn Prozent der Fälle – also nur etwa fünfmal in 50 Jahren. Denn dass wirklich an Weihnachten Schnee liegt, ist generell schon ein sehr seltenes Ereignis.

Der Klimawandel, von dem auch Deutschland betroffen ist, hat natürlich ebenfalls Auswirkungen darauf. Nicht nur in Deutschland werden richtig kalte Winter immer seltener – und damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass an Weihnachten der Schnee leise rieselt. Wenn du es trotzdem schneien lassen willst, kannst du dir mit unserer Bastelanleitung ganz leicht eine eigene Schneekugel basteln.

Aktiv gegen den Klimawandel

Der derzeit stattfindende Klimawandel beeinflusst unter anderem unser Wetter, die Lebensräume von Tieren und Pflanzen und das Aussehen der Landschaft im Ganzen, wenn Meeresspiegel steigen und Küsten, ja manchmal sogar ganze Inseln verschwinden. Du siehst bestimmt auch ab und zu in den Nachrichten, dass es immer öfter Überschwemmungen oder große Dürrephasen gibt, die Menschen und der Umwelt ganz schön zusetzen. Manchmal fühlt man sich dann ganz klein und machtlos. Aber das stimmt nicht: Denn du und deine Familie könnt ziemlich viel tun, um dem Klimawandel aktiv vorzubeugen.

In der Adventszeit und an Weihnachten gibt es dafür besonders viel Potenzial, denn es wird früher dunkel, und ihr verbringt während der Feiertage bestimmt viel Zeit zu Hause. Beim Schmücken des Weihnachtsbaumes könnt ihr beispielsweise darauf achten, eine Lichterkette mit energiesparenden LED-Lampen zu verwenden und diese über Nacht immer auszuschalten. Stellt die Heizung auf eine niedrigere Stufe, wenn ihr gerade auf Weihnachtsbesuch bei Verwandten seid oder euch in einem bestimmten Raum nicht so oft aufhaltet. Und schaltet elektrische Geräte – zum Beispiel über Nacht – komplett aus, anstatt sie nur in den Standby-Modus zu versetzen.

Ihr werdet sehen: Mit der Familie oder Freunden Plätzchen zu essen, Tee zu trinken und sich Weihnachtsgeschichten zu erzählen, das stimmt euch gleich noch viel besser auf die Weihnachtszeit ein.

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