Zahl der Woche: Mai 2011
30.05.2011: 16.000 Hektar - Nationalpark Hainich
Der Nationalpark Hainich ist mit einer Gesamtfläche von 16.000 Hektar das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Er liegt in Deutschlands Mitte, in Thüringen, im Dreieck der Städte Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza. Der Hainich weist ein großes Spektrum von Buchenwaldgesellschaften auf, in denen neben der Rotbuche auch zahlreiche andere Laubbaumarten, wie Eschen, Ahorne, Linden und die seltene Elsbeere - Baum des Jahres 2011 - vorkommen. Der Nationalpark Hainich ist weltweit einzigartig, da er als einziger Nationalpark Kalk-Buchenwälder auf Muschelkalk in mittlerer Höhenlage schützt. Beeindruckend ist auch das vielfältige Artenspektrum der Tier- und Pflanzenwelt. Es gibt im Nationalpark Hainich Wildkatzen, Waldfledermäuse, verschiedene Spechtarten und seltene Frühlingsblüher.
Weitere Informationen:
www.nationalpark-hainich.de
23.05.2011: 10 Prozent weniger Bienen in Europa
Bienen tragen wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt bei, sie sorgen für die Befruchtung hunderttausender Pflanzenarten. Das morgendliche Honigbrötchen, die Erdbeermarmelade, die Äpfel im Müsli - ein Großteil der Dinge, die täglich auf dem Tisch landen, sind von der Biene abhängig, weil sie die primäre Bestäuberin für über 80 Prozent aller landwirtschaftlicher Nutz- und Wildpflanzen ist. Durch Bienenkrankheiten und Pflanzenschutzmittel geht der Bienenbestand allerdings zurück - laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt es in Europa derzeit etwa 10 Prozent weniger Bienen als noch vor einigen Jahren, in den USA sind die Populationen um 30 Prozent, im Nahen Osten sogar um 85 Prozent gesunken.
Unter www.beegood.de können Sie eine Bienenpatenschaft übernehmen und werden regelmäßig über Forschungsprojekte informiert, die dem Schutz der Bienenvölker dienen. Wer selber nicht gleich Imker werden will, kann dennoch eine Menge für die geflügelten Gartenbesucher tun - durch die Auswahl richtiger Garten- und Balkonpflanzen, den Einsatz für unsere Straßenbäume und den regionalen Honigeinkauf beim Imker um die Ecke, zu finden unter https://imkerkataster.de/imkerkataster.php.
16.05.2011: 27 Prozent Umsatzzuwachs bei Fairtrade-Produkten
Allein im Jahr 2010 kauften in Deutschland Verbraucherinnen und Verbraucher Produkte mit dem Fairtrade-Siegel im Wert von rund 340 Millionen Euro, dies bedeutet ein Wachstum von 27 Prozent. Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände, die unter gesunden und fairen Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländer produziert wurden und die ihre Produzenten angemessen entlohnen.
In Deutschland bieten mehr als 180 Lizenznehmer in über 30.000 Supermärkten, Naturkostfachgeschäften, Bio-Supermärkten und Weltläden sowie in 18.000 gastronomischen Einrichtungen Fairtrade-Produkte an. Wer diese Produkte kauft, unterstützt aktiv Organisationen, die sich für bessere Lebens- und Umweltbedingungen in den Ländern der Dritten Welt einsetzen. Unter www.fairtrade-deutschland.de/produkte.html finden Sie eine Produktdatenbank, in der Sie auf einem Blick eine Übersicht der in Deutschland erhältlichen Fairtrade-Produkte und Informationen darüber, wo Sie diese kaufen können.
09.05.2011: 21 Windräder liefern Strom für eine Kleinstadt
Der erste kommerzielle Windpark "Baltic 1" Deutschlands wurde am 2. Mai 2011 in Betrieb genommen, 16 Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns in der Ostsee. Baltic 1 besteht aus 21 Windkraftanlagen, davon hat jedes Windrad eine installierte Leistung von 2,3 Megawatt. Zusammen kommen sie damit auf 48,3 Megawatt und können jährlich bis zu 185 Gigawattstunden Strom erzeugen - das ist genug für 50.000 Haushalte, also so viel wie eine Kleinstadt. Der im Windpark Baltic 1 erzeugte Strom wird über ein rund 60 Kilometer langes Seekabel an die Küste transportiert und von dort weiter ins deutsche Stromnetz geleitet.
Weitere Informationen:
www.klimaktiv.de
02.05.2011: 1,2 Mio Arbeitsplätze in Forst- und Waldwirtschaft
Mit Wald ist mehr Holz zu machen als mit Autos: Rund 1,2 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Forst- und Holzwirtschaft und gibt damit fast doppelt so vielen Menschen Arbeit wie die Automobilwirtschaft, in der etwa ca. 700.000 Menschen beschäftigt sind. Insgesamt 152.000 Betriebe in der heimischen Holzbranche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von 167,7 Milliarden Euro.
Regionale Hölzer aus naturnaher Forstwirtschaft zu nutzen, hat viele ökologische Vorteile: Der natürlich erzeugte Bau- und Werkstoff benötigt nur einen Bruchteil der Energie, die zur Herstellung anderer Materialien wie Beton, Stahl oder Aluminium notwendig ist. Wer heimische Hölzer einsetzt, verringert zudem die Ausbeutung und Zerstörung der Urwälder. Nicht zuletzt schont die Verwendung von Holz als Energieträger fossile Rohstoffe.
Weitere Informationen:
Poster: Buchenwälder
www.wald2011.de
