Zahl der Woche: März 2011
28.03.2011: Spatzenbestand in Deutschland um 50 Prozent zurückgegangen
Wer heute einen Spatzen sieht, kann sich glücklich schätzen, denn der Spatzenbestand ist in den letzten 25 Jahren in Deutschland um 50 Prozent zurückgegangen. Deshalb steht der Spatz bereits auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Die Rote Liste enthält Verzeichnisse ausgestorbener, verschollener und gefährdeter Tier-, Pflanzenarten.
Da bei Gebäudesanierungen häufig bisher vorhandene Nischen beseitigt werden, gehen für die Spatzen wichtige Brutplätze verloren. Zu wenig Nahrungsmangel durch veränderte Landwirtschaft und Zunahme des Straßenverkehrs sind weitere Gründe warum der Spatz immer weniger zu sehen ist. Wie wieder geeignete Nistmöglichkeiten geschaffen und den Spatzen genügend eiweißreiche Nahrung zur Verfügung gestellt werden kann, zeigt die Deutsche Wildtier Stiftung unter www.deutschewildtierstiftung.de (PDF-Dokument, 40 KByte, extern).
21.03.2011: Erneuerbare Energien - 17 Prozent Anteil an der Stromversorgung
Der Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Stromversorgung hat sich auch 2010 weiter erhöht. Mit rund 17 Prozent lag er etwa einen halben Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Dies sind vorläufige Ergebnisse der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) für das Bundesumweltministerium. Aktuelle Szenarien zeigen, dass die erneuerbaren Energien in zehn Jahren bereits 40 Prozent zur Stromversorgung beitragen können. Auch hinsichtlich ihres Klimaschutzbeitrages konnten die erneuerbaren Energien weiter zulegen. Sie sorgten 2010 dafür, dass rund 120 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden wurden. Die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbundene Beschäftigung spiegelt diese Entwicklung wider. Sie ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen und liegt nach aktuellen Abschätzungen inzwischen bei rund 370.000 Arbeitsplätzen
14.03.2011: 8 Milliarden Bäume - Holz von der Erde bis zum Mond
Rund ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands, 11,1 Millionen Hektar, ist mit Bäumen bestanden, Insgesamt gibt es in Deutschland 8 Milliarden Bäume. Damit zählt Deutschland zu den waldreichsten Ländern Europas. Der stehende Holzvorrat in Deutschland beträgt rund 320 Kubikmeter je Hektar und würde ausreichen, um einen massiven Turm mit 3 x 3 Meter Grundfläche von der Erde bis zum Mond zu bauen. Diese Berechnungen basieren auf den Ergebnissen der durch das Bundesinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei Braunschweig 2008 durchgeführten zweiten Bundeswaldinventur. Eine erneute dritte Bestandsaufnahme startet 2011. Stichprobenartig wird dabei unter andrem erfasst, welche Baumarten vorkommen, wie hoch die Bäume sind und wie dicht die Bäume stehen.
Die Wälder in Deutschland wachsen beständig: In den letzten 10 Jahren betrug der durchschnittliche jährliche Holzzuwachs rund 117 Millionen Kubikmeter. Das entspricht einem Würfel von 1,55 Meter Kantenlänge in jeder Sekunde.
Weitere Informationen: www.vti.bund.de
07.03.2011: 3 Mio Megawattstunden Strom pro Jahr

Berlins Dächer sind voller Energie. Sie könnten 3 Millionen Megawattstunden Strom pro Jahr liefern, wenn alle geeigneten Flächen mit Solarmodulen bestückt würden. Das zeigt der Berliner Solaratlas, der nun im Internet für alle Berliner Gebäude zur Verfügung steht. Nach einer Analyse im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen sind theoretisch mehr als ein Drittel der insgesamt 560.000 Berliner Dächer für die Installation von Photovoltaikanlagen geeignet. Derzeit sind in Berlin laut Solaranlagenkataster lediglich rund 8.000 Dachanlagen installiert.
Der Solaratlas auf www.businesslocationcenter.de ist so detailliert angelegt, dass er für jedes Gebäude das Solarpotential aufzeigt. Der Solaratlas enthält außerdem einen Ertragsrechner, mit dem für das angedachte Dach individuell Kosten und voraussichtlicher Ertrag kalkuliert werden können.
