Mädchen


Zahl der Woche: Februar



26.02.2010: 54 Drehorte für "Unsere Ozeane"

Filmplakat

54 außergewöhnliche Drehorte, zwei Jahre Vorbereitung, vier Jahre Dreharbeiten, 70 Expeditionen, zwölf Teams mit teilweise eigens gebauten Apparaturen hat es gebraucht, um in dem Film UNSERE OZEANE rund 100 verschiedene Arten von Meeresbewohnern auf zum Teil noch nie gesehene Weise zu präsentieren.

Aufgenommen wurden rund 266 000 Meter 35-mm-Film, was etwa 150 Stunden Bildmaterial entspricht. Insgesamt waren es 469 Stunden und 36 Minuten Material, das es zu bearbeiten galt - herausgekommen sind 100 Minuten beeindruckende Bilder aus der noch weitgehend unerforschten und faszinierenden Welt der Ozeane. Seit dem 25. Februar läuft die Naturdokumentation in deutschen Kinos.

Weitere Informationen:
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen eröffnet Premiere der Naturdokumentation "Unsere Ozeane"



19.02.2010: 16.000 Arten vom Aussterben bedroht

BildwortmarkeAnhaltender Verlust der biologischen Vielfalt

Zurzeit schwindet die biologische Vielfalt weltweit in einer Geschwindigkeit, wie sie in der Geschichte vorher nicht beobachtet wurde. Die aktuelle Rate des globalen Artensterbens übersteigt die angenommene natürliche Aussterberate um das 100- bis 1.000-fache. Nach Daten der Weltnaturschutzorganisation IUCN sind derzeit weltweit mehr als 16.000 Arten vom Aussterben bedroht, darunter etwa ein Viertel aller Säugetiere, ein Drittel aller Amphibienarten und 12 Prozent der Vogelarten.
Bei den Ökosystemen zeigt sich ein ähnliches Bild: jährlich wird eine Waldfläche von 13 Millionen Hektar zerstört. Karibische Korallenriffe sind bereits zu 80 Prozent zerstört (TEEB - The Economics of Biodiversity and Ecosystems 2008), 35 Prozent aller Mangroven wurden innerhalb der letzten 20 Jahre vernichtet.
Auch in Deutschland ist es um die heimische Natur nicht gut bestellt: 72 Prozent aller Lebensräume sind gefährdet oder sogar akut von Vernichtung bedroht, so die Rote Liste der Biotoptypen von 2006. Von den einheimischen Wirbeltierarten Deutschlands (ohne Meeresfische) sind gemäß Roter Liste von 2009 35 Prozent, von den Gefäßpflanzenarten gemäß Roter Liste von 1996 28 Prozent ausgestorben oder bestandsgefährdet.
Einen Überblick über die Gefährdung von Arten und Lebensräumen in Deutschland liefern die nationalen Roten Listen gefährdeter Arten, Pflanzengesellschaften bzw. Biotope; einen weltweiten Überblick geben die Roten Listen von IUCN.

Weitere Informationen:
Anhaltender Verlust der biologischen Vielfalt



12.02.2010: 1,1 Mio US-Dollar für Mangrovenwälder

Mangroven an einem Ufer Im Jahr 2007 haben Deutschland und die Europäische Kommission die Studie "The Economics of Ecosystems and Biodiversity" (TEEB) initiiert, um den ökonomischen Wert der Leistungen der Natur besser einschätzen zu können und die Kosten des Biodiversitätsverlusts bzw. des Nicht-Handelns zu beziffern. TEEB liefert die Zahlen, die belegen, dass es vernünftiger und zudem billiger ist, in den Schutz der biologischen Vielfalt zu investieren, anstatt hinterher die Schäden zu bezahlen.
Ein anschauliches Beispiel für vermiedene Kosten durch Schutz der Biodiversität bietet der Schutz von Mangrovenwäldern in Vietnam. Das Anpflanzen und der Schutz von fast 2.000 ha Mangroven in Vietnam kosteten 1,1 Mio. US-Dollar. Damit wurden Kosten für Küstenschutzmaßnahmen, wie Dammbauten, in Höhe von ca. 7,3 Mio. US-Dollar eingespart. Zusätzlich bilden Mangroven als Kinderstube vieler Fischarten die Grundlage für die küstennahe Fischerei, wodurch die lokale Bevölkerung auch in ihrer nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung unterstützt wurde.

Weitere Informationen:
Ökonomie der biologischen Vielfalt



05.02.2010: 143 IRENA-Mitglieder

Logo: IRENA Die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) zählt insgesamt bereits 143 Mitgliedsstaaten. Während der Hauptsitz der IRENA in Abu Dhabi angesiedelt ist, wird in Bonn das IRENA-Innovationszentrum seinen Sitz haben. In Wien wird ein Verbindungsbüro für Kontakte zu den Vereinten Nationen (UN) im Bereich Energie und zu anderen internationalen Institutionen aufgebaut.
Am 26. Januar 2009 unterzeichneten in Bonn 75 Staaten den Gründungsvertrag. Mit IRENA sollen die erneuerbaren Energien weltweit vorangebracht werden. Ziel ist es, die Lücke zwischen dem enormen Potential der erneuerbaren Energien und deren noch relativ geringem Marktanteil am Energieverbrauch zu schließen.
Schwerpunkt wird die Beratung der Mitgliedsstaaten sein, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.

Weitere Informationen:
BMU-Pressemitteilung vom 18.01.2010
www.irena.org



zurück zur Übersicht