Die Themen

Altpapier (Foto: Getty Images) Abfallwirtschaft
Die Liste ist lang: leere Joghurtbecher, welkes Gemüse, faules Obst, Schrottautos, kaputte Fernseher, alte Zeitungen, zerrissene Hosen und T-Shirts. All das ist Abfall. Und natürlich noch viel mehr. Zum Beispiel Ziegel und Steine von abgerissenen Häusern. Weißt Du, was damit passiert? Früher wurden diese Dinge einfach weggekippt. Sie landeten auf Müllkippen - völlig durcheinander, überhaupt nicht sortiert. Dort faulte dann die Banane neben der rostenden Batterie. Das war oft ganz schön gefährlich. Denn vieles, was wir nutzen und wegwerfen, enthält gefährliche oder gar giftige Stoffe. Dringen diese in Wasser, Boden und Luft, können sie Pflanzen, Tiere und Menschen schädigen. Einfach wegwerfen ist aber nicht nur gefährlich, sondern auch ganz schön blöd. Denn viele Abfälle lassen sich verwerten. In Deutschland klappt das inzwischen gut. Hier wird jährlich pro Kopf so viel Abfall verwertet, wie vier Kleinwagen wiegen. Weiter lesen...

Eule (Foto: Eye Wire)

 

(Grafik: BMU)

Artenschutz
Kennst Du den Stör? Dieser Fisch kann bis zu vier Meter lang und 150 Jahre alt werden. In Deutschland gilt er allerdings als ausgestorben. Und zwar seit ungefähr vierzig Jahren. Auch in anderen Ländern ist er bedroht. Inzwischen züchten ihn Berliner Wissenschaftler im Aquarium. Ihr Ziel: Sie wollen ihn in deutschen Flüssen aussiedeln. Sodass er auch hier wieder heimisch wird. So wie dem Stör geht es vielen Tier- und Pflanzenarten. Keiner weiß, wie viele davon auf unserer Erde wirklich leben. Experten schätzen, dass es ungefähr 8 bis 14 Millionen Arten gibt. Bekannt und beschrieben sind derzeit etwa 1,8 Millionen. Im Jahr 2008 war erst bei 44.838 Arten untersucht, ob und wie stark sie gefährdet sind. Das Ergebnis ist beängstigend: 869 sind schon ausgerottet. Zumindest finden sie sich nicht mehr in der freien Natur. Weitere 16.928 sind vom Aussterben bedroht. Das ist mehr als jede dritte untersuchte Art. Sehr schlimm sieht es auch bei den Säugetieren aus. Zum Beispiel bei den Menschenaffen und Tigern. Von 5.482 Säugetierarten sind mindestens 1.141 vom Aussterben bedroht. Forscher befürchten sogar, dass bald jede vierte oder gar dritte Säugetierart ausstirbt. Weiter lesen...
(Grafik: BMU) Atomenergie Sicherheit
Strom erleichtert unser Leben. Er schenkt uns Licht, betreibt unter anderem Kühlschrank, Waschmaschine, Staubsauger, Fernseher und Computer. Ein Teil unseres Stroms kommt aus Kernkraftwerken. Diese bergen mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt. Das zeigt die Katastrophe von Tschernobyl im April 1986. Damals explodierte der ganze Block eines Kernkraftwerks. Technische Mängel und menschliche Fehler hatten zu diesem Unglück in der Ukraine geführt. Tausende Menschen starben und sterben noch immer. Ursache hierfür sind radioaktive Strahlen, die der Unfall damals freisetzte. 350.000 Menschen, die in der Umgebung des Kraftwerks lebten, mussten aus ihrer Heimat wegziehen. Sie ist noch immer ein gesperrter Bezirk. Wind und Wolken brachten die Radioaktivität auch nach Deutschland. Sie rieselte damals in ganz Europa auf etwa 500 Millionen Menschen nieder. Die Bundesregierung hat zahlreiche Vorkehrungen getroffen, damit so etwas in Deutschland nicht passiert. Weiter lesen...
Container Atomenergie Atomenergie Ver- und Entsorgung
Atome sind die kleinste Einheit eines chemischen Elements. Das heißt: Sie lassen sich nicht weiter teilen. Sie bestehen nur noch aus Hülle und Kern. Kernkraftwerke nutzen Atome, um Energie herzustellen. Wie das geht? Sie spalten die Kerne. Dabei wird diejenige Energie freigesetzt, die die Teile des Atomkerns miteinander verbindet. Als Spaltmaterial benötigen Kernkraftwerke sogenannte Kernbrennstoffe. Rohstoff hierfür ist vor allem Uran. Das Problem: Bei der Spaltung entstehen radioaktive Stoffe. Gelangen sie in die Umwelt, verstrahlen sie für sehr lange Zeit Menschen, Tiere, Pflanzen, Böden und Gewässer. Wie schlimm das sein kann, zeigt der Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986. Damals explodierte in der Ukraine der ganze Block eines Kernkraftwerks. Technische Mängel und menschliche Fehler hatten zu dem Unglück geführt. Viele Tausend Menschen starben und sterben noch immer an den Folgen des Atomunfalls. Rund 350.000 Menschen, die in der Umgebung des Kraftwerks lebten, mussten ihre Heimat für immer verlassen. Sie ist noch heute ein gesperrter Bezirk. Mit Wind und Wolken kam die Radioaktivität auch nach Deutschland. Sie rieselte damals in ganz Europa auf etwa 500 Millionen Menschen nieder. Weiter lesen...

Oberflächentemperaturmessungen am Receiverrohr eines Parabolrinnenkollektors (Foto: BMU / Oberhäuser)

 

(Grafik: BMU)

Erneuerbare Energien
Weißt Du, woher unsere Energie kommt? Bislang stammt sie vor allem aus Erdöl, Erdgas und Kohle. Hinzu kommt Uran. Das ist der Kernbrennstoff für Atomkraftwerke. Das Problem? All diese Rohstoffe reichen nur noch eine begrenzte Zeit. Hinzu kommt: Beim Verbrennen von Erdöl, Erdgas und Kohle entstehen Treibhausgase. Diese schädigen das Klima. Anders dagegen die erneuerbaren Energien. Die heißen so, weil sie sich von selbst erneuern. Damit stehen sie uns fast unendlich zur Verfügung. Weiterhin vermeiden sie Treibhausgase. Dadurch schützen sie das Klima. Zu den erneuerbaren Energien gehören Wind, Wasser und Sonne. Ebenso Erdwärme und Biomasse. Die Bundesregierung will diese Quellen künftig noch stärker nutzen. Sie hat daher folgende Ziele gefasst: Bis 2020 sollen erneuerbare Energien rund ein Drittel unseres Strombedarfs decken. Daneben sollen sie etwa ein Siebtel der Wärme erzeugen, die wir für Heizung und Warmwasser brauchen. Bis 2050 sollen sie sogar die Hälfte der Energie liefern, die wir benötigen. Weiter lesen...
(Grafik: BMU) Gesundheit
Viele Krankheiten sind bei Kindern auf dem Vormarsch. Vor allem Asthma, Allergien, die Hautkrankheit Neurodermitis und sogar Krebs. Ursache hierfür können Schadstoffe in der Umwelt sein. Kinder sind besonders empfindlich. Dies zeigt folgender Vergleich: Messe die Haut eines Kindes und eines Erwachsenen. Teile beide Flächen durch das jeweilige Körpergewicht. Das Ergebnis? Kinder haben mehr Hautfläche pro Kilogramm Körpergewicht. Vergleiche die Luft, die beide in einer Minute einatmen. Teile diese Menge ebenfalls durch das Körpergewicht. Auch hier liegen Kinder an der Spitze. Sie atmen mehr pro Kilogramm Körpergewicht. Der Stoffwechsel transportiert Wasser, Luft und Nahrung durch den Körper. Dabei wandelt er sie in Energie um. Da Kinder noch wachsen, ist ihr Energiebedarf beträchtlich. Entsprechend hoch ist ihr Stoffwechsel. Er ist größer als bei Erwachsenen. Dadurch gelangen Schadstoffe bei Kindern leichter ins Blut. Von dort aus können sie jeden Winkel im Körper erreichen.
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Hände am Wasserstrahl (Foto: BMU / Bernd Müller)

(Grafik: BMU)

Gewässerschutz
Wasser kommt bei uns aus dem Hahn. Es ist sauber. Zudem fließt es immer, wenn wir es brauchen. Leider ist dies nicht überall so. Weltweit haben etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Etwa zwei Milliarden verfügen über keine Toilette. Jeden Tag sterben etwa 4.500 Kinder an Krankheiten, die durch schmutziges Wasser entstehen. Überall dort, wo sauberes Trinkwasser fehlt, wüten Hunger und Armut. Wasser ist jedoch nicht nur ein unverzichtbares Lebensmittel. Es ist auch wichtig für die Wirtschaft. Oder wusstest Du, dass vier Liter Wasser nötig sind, um einen Liter Milch herzustellen? Eine Getränkedose braucht sogar zehn Liter und ein Kilo Kunststoff 500 Liter. Ein Auto bedarf mitunter sogar 380.000 Liter, bis es fertig ist. Kein Wunder also, dass Wirtschaft, Industrie und Kraftwerke in Deutschland jedes Jahr etwa 33 Milliarden Kubikmeter Wasser verbrauchen. Dies würde reichen, um den Bodensee mehr als 600-mal zu füllen. Weiter lesen...
Pflanze auf ausgetrocknetem Boden (Foto: Getty Images) Klimaschutz
Der Schutzschild unserer Erde heißt Atmosphäre. Sie ist ein kleines Wunder der Natur. Genauer gesagt ist sie eine Schutzhülle aus Gas. Ein kleiner Teil davon sind sogenannte Treibhausgase. Diese heißen so, weil sie verhindern, dass Wärme von der Erde ins All entweicht. Ohne sie wäre es auf unserem Planeten bitterkalt. Gleichwohl gibt es ein Problem: Ihr Anteil in der Atmosphäre hat sich stark erhöht. Und zwar um etwa ein Drittel seit dem Jahr 1750. Das gilt vor allem für das Treibhausgas Kohlendioxid. Die Folge? Unsere Atmosphäre heizt sich unnatürlich auf. Dadurch häufen sich bereits heute extreme Wetter. Fast jeder Sommer bringt einen neuen Hitzerekord. Stürme und Überschwemmungen toben immer häufiger und heftiger - selbst mitten in Europa. Überall auf der Welt schmelzen die Gletscher. Am Nordpol schrumpft das ewige Eis. Es verringert sich seit 1979 jedes Jahr zum Ende der Tauzeit um etwa 72.000 Quadratkilometer. Bis 2007 war das ungefähr soviel wie die halbe Europäische Union, die 27 Staaten umfasst. Kein Wunder also, dass der Klimawandel für den Eisbären eine Katastrophe ist. Sein Lebensraum schmilzt geradezu weg. Weiter lesen...
Strand im Abendlicht (Foto: Digital Vision) Meeresumweltschutz
Meere bedecken fast dreiviertel unserer Erde. Sie enthalten mehr als neun Zehntel des Wassers, das es auf der ganzen Erde gibt. Sie bieten Nahrung für Milliarden Menschen und Rohstoffe für die Medizin. So gibt es beispielsweise Meerespilze, die gegen Krankheiten wirken. Meere liefern Energie - vor allem aus Gas, Öl und Windkraft. Sie dienen als Verkehrswege und Ferienplatz. Zudem sind sie ein wichtiger Lebensraum für Fische, Pflanzen und andere Lebewesen. Die Korallenriffe werden wegen ihres riesigen Artenreichtums sogar "Regenwälder der Meere genannt". Der tiefste Punkt der Erde liegt im Pazifik - 11.034 Meter unter dem Meeresspiegel. Selbst der höchste Berg der Erde würde in diesem Tiefseegraben verschwinden. Und der Mount Everest ist immerhin 8.848 Meter hoch. Kein Wunder also, dass der Meeresboden wohl weniger erforscht ist als die Oberfläche des Mondes. Derzeit kennen wir Menschen nur etwa eins von zehn Lebewesen im Meer. Doch eines wissen die Forscher inzwischen ganz genau: Fast überall auf der Welt ist das Leben im Meer bedroht. Weiter lesen...


(Grafik: BMU)


Ein Mädchen springt von Stein zu Stein. Im Hintergrund Naturkulisse. (Foto: Getty Images)

Naturschutz
Kennst Du Wildkatzen? Sie ähneln getigerten Hauskatzen. Allerdings haben sie einen viel buschigeren Schwanz. Vor etwa zweihundert Jahren gab es sie fast überall in Europa. Heute sind sie vom Aussterben bedroht. In ganz Deutschland leben nur noch 3.000 bis 5.000 Tiere. Die Ursachen? Jäger verwechseln sie oft mit wildernden Hauskatzen und schießen sie ab. Wildkatzen wohnen besonders gerne in Buchenwäldern. Doch davon gibt es nur noch wenige. Auf vielen Feldern fehlen Büsche und Hecken. Daher finden die scheuen Tiere dort kaum noch Deckung. Hinzu kommt: Junge Wildkatzen müssen wandern, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Dabei zerschneiden ihnen Straßen und Siedlungen den Weg. Dadurch sterben viele Jungtiere unter Autoreifen. So wie der Wildkatze geht es auch vielen anderen Tieren. Zum Beispiel: Wolf, Luchs, Dachs, Otter, Wildschwein, Hirsch und Reh, aber auch vielen Käfern, Kröten, Eidechsen und Schlangen. Weiter lesen...

Mehrfachbelastung durch Elektrosmog (Foto: BMU / Christoph Edelhoff)

Strahlenschutz
Es gibt viele verschiedene Arten von Strahlung. Einige kannst Du sehen und spüren. Zum Beispiel: Sonnenstrahlen, die uns Licht und Wärme bringen. Andere kannst Du nur mittelbar wahrnehmen. Zum Beispiel elektromagnetische Felder. Sie erzeugen Bild und Ton in Fernsehern, Computern und Handys. In Mikrowellenöfen erhitzen sie die Speisen. Es gibt aber auch Strahlen, die kannst Du überhaupt nicht wahrnehmen. Denn ihre Wirkung wird erst nach langer Zeit sichtbar. Manche Strahlen haben einen natürlichen Ursprung. Dazu gehört etwa das Sonnenlicht. Auch im Erdboden gibt es bestimmte Stoffe, die Strahlung aussenden. Andere Strahlen werden künstlich erzeugt. Beispiele hierfür sind Mikrowellen und das Licht in Solarien. Weiter lesen...
(Grafik: BMU) Verkehr
Ob zur Arbeit, Schule, in den Urlaub oder zum Sport - ohne Verkehr ist unser Leben kaum noch vorstellbar. Milch, Butter, Gemüse, Kleidung, Shampoo, Zahnpasta, Möbel: Fast alles, was wir nutzen, wird zuvor transportiert. Inzwischen erreicht der Güterverkehr in Deutschland immer neue Rekorde. Im Jahr 2007 schaffte er knapp 650 Milliarden Tonnenkilometer. Würdest Du diese hintereinander legen, ergäbe dies eine Strecke, die 16 Millionen Mal um die gesamte Erde reicht. Experten befürchten, dass sie bis zum Jahr 2050 sogar auf 1200 Milliaden Tonnenkilometer steigen wird. Noch höher summiert sich der Personenverkehr, der über Deutschlands Straßen rollt. Er stieg von 1991 bis 2007 um ungefähr ein Viertel- auf rund 885 Milliarden Personenkilometer. Diese Strecke würde sogar 22 Millionen Mal um die Erde reichen. Das Problem? Dieser Verkehr belastet die Umwelt und schadet unserer Gesundheit. Weiter lesen...

Seite gedruckt am 07.09.10, Quelle: Bundesumweltministerium