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Weißt Du, wie Verkehr wirkt?

Im Stau stehende Autos. (Foto: Getty Images)Verkehr schafft viele Probleme: Er verursacht rund ein Fünftel aller Treibhausgase, die wir in Deutschland ausstoßen. Mehr als vier Fünftel dieser Menge stammen dabei wiederum aus dem Straßenverkehr. Motorisierter Verkehr verursacht zudem Luftschadstoffe und Lärm. Etwa zwei Drittel aller Bundesbürger fühlt sich durch Straßenlärm belästigt. Ein beträchtlicher Teil davon ist sogar so viel Lärm ausgesetzt, dass gesundheitliche Schäden drohen. Außerdem sterben jedes Jahr hierzulande knapp 5.000 Menschen durch Unfälle im Straßenverkehr. Weitere 75.000 werden schwer verletzt. Hinzu kommt: Tag für Tag gehen in Deutschland für Flächen, die dem Verkehr dienen, etwa 113 Hektar Natur verloren. Das ist ungefähr soviel Platz, wie 158 Fußballplätze brauchen. Nur ein Teil davon geht in den Bau von Straßen und Bahntrassen. Diese zerschneiden jedoch die Landschaft besonders stark. Das wiederum erschwert das Wandern vieler Tierarten. Unzählige Tiere werden Opfer des Straßenverkehrs.

Was macht die Politik?

Stark befahrene Straße. (Foto: BMU / Rupert Oberhäuser)Sie schuf zahlreiche Gesetze, um Fahrzeuge umweltverträglicher zu machen und ihren Schadstoffausstoß zu senken. Hinzu kommen finanzielle Anreize. Zum Beispiel die Ökosteuer. Sie verteuert Benzin und Diesel. Damit spornt sie uns an, weniger Energie zu verbrauchen. Zudem entstand eine Straßennutzungsgebühr für Lastkraftwagen (Maut). Deren Höhe staffelt sich nach den Schadstoffen, die ein LKW ausstößt. Das heißt die Transportfirmen schaffen sich Lastwagen mit weniger schädlichen Abgasen an, um für die Fahrtstrecken weniger zu zahlen.

Durch all die Gesetze und Aktionen sanken die Schadstoffe in der Luft deutlich. Obwohl in der gleichen Zeit der Verkehr zunahm! Von 1990 bis 2006 verringerte sich Kohlenmonoxid um drei Viertel. Kohlenwasserstoffe gingen sogar um 9 Zehntel zurück. Kohlenmonoxid ist ein schlimmes Atemgift. Einige Kohlenwasserstoffe können sogar Krebs erregen. Gefährlich sind auch Stickoxide und Dieselpartikel. Beide schädigen die Atemorgane. Stickoxide verursachen außerdem sauren Regen und Smog. Zudem erzeugen sie gefährliches Ozon. Auch dieses belastet insbesondere die Atemorgane. Daher ist es ein großer Fortschritt, dass Stickoxide und Dieselpartikel um rund die Hälfte sanken.Illustration Gleichwohl sind beide Schadstoffe sind nach wie vor ein Problem. Deshalb haben viele Städte Umweltzonen eingerichtet, die für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß gesperrt sind. Auch das Treibhausgas Kohlendioxid ist ein Schadstoff aus dem Verkehr, weswegen die Bundesregierung die Kraftfahrzeugsteuer geändert hat. Bislang bemaß sich diese nach der Autogröße. Ab Juli 2009 richtet sie sich auch nach der Treibhausgasmenge, die ein Fahrzeug ausstößt.

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Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus?

Experten meinen: Die Zukunft gehört Elektroautos. Schon bald werden sie im Stadtverkehr zum Alltag gehören. Der Vorteil? Ein Elektroauto stößt keine Abgase aus. Es ist leise und lässt sich an der Steckdose aufladen. Dabei kann es erneuerbare Energien nutzen. Beispielsweise Wind- und Sonnenenergie. Zudem lässt es sich mit einer hochmodernen, intelligenten Energieversorgung kombinieren. Es tankt dann automatisch zu der Zeit, wenn besonders viel Strom im Netz ist. Das ist vor allem nachts so. Denn dann schlafen die meisten Menschen und Maschinen stehen still. Wird das Auto nicht gebraucht, kann es umgekehrt wiederum den gespeicherten Strom abgeben.

Was kannst Du tun?

IllustrationMach mit bei ZeroEmission-Mobility (Mobilität ohne Emissionen)! Was das ist? Bundesweit ist die Hälfte aller Autofahrten kürzer als sechs Kilometer, fünf von hundert Fahrten sogar kürzer als ein Kilometer. Bei einer so kurzen Strecke braucht ein Auto mehr Sprit, da der Motor kalt ist. Deshalb stößt es dann auch mehr Treibhausgase aus. Die Bundesbürger gehen durchschnittlich pro Tag 600 Meter. Hinzu kommt etwa ein Kilometer per Fahrrad. Würden sie für weitere 600 m das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, könnte Deutschland ein Zwanzigstel aller Treibhausgase sparen, die der Straßenverkehr verursacht.

Mach also mit! Nutze möglichst oft das Fahrrad, den Roller oder die Inliner. Das ist außerdem gesund und bringt viel Spaß. Oder geh mit Deinen Freunden öfter mal zu Fuß. Dies gibt Euch Zeit, miteinander zu reden. Willst Du noch mehr zur ZeroEmission-Mobility wissen? Dann klick hier.

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