Weißt Du, wie Umweltschutz auch Dir nützt?
Verrauchte Räume, laute Straßen und staubige Luft. All dies führt zu Unwohlsein. Viele Umweltbelastungen kannst Du sehen, hören und riechen. Daneben gibt es aber auch Schadstoffe, die Du nicht unmittelbar spüren und erkennen kannst. Zum Beispiel in Luft, Nahrung und Alltagsprodukten. In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland der Zustand der Umwelt verbessert. Diesen Erfolg haben zahlreiche Gesetze erreicht. So spielt inzwischen unter anderem die Luftverschmutzung durch Blei und Schwefeldioxid kaum noch eine Rolle. Dagegen waren sie noch vor nicht allzu langer Zeit ein großes Problem. Heute geht es vor allem darum, Menschen vor gefährlichen Chemikalien, schadstoffhaltigen Produkten und Lebensmitteln zu schützen. Ebenso vor Lärm, Feinstaub, Ozon und Strahlen. Feinstaub und Ozon entstehen vor allem durch Verkehr. Willst Du mehr dazu wissen? Dann klick hier.
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Was macht der Staat gegen gefährliche Chemikalien?
Umweltschutz schützt die Gesundheit – auch Deine. Besonders deutlich wird dies bei Chemikalien. Sie finden sich in nahezu allen Produkten, wie wir täglich nutzen. Beispielsweise in Spielsachen, Zahnpasta, Möbel, Matratzen, Teppichen, Kleidung, Computern, Fernsehern, Handys, Farben, Tapeten, Autos. Von 1930 bis heute stieg die weltweite Produktion von Chemikalien. Und zwar von 1 Million auf etwa 500 Millionen Tonnen jährlich. Freilich nutzen uns Chemikalien. Viele Produkte gäbe es ohne sie nicht. Gleichwohl können sie auch die Gesundheit gefährden. Die Weltbank schätzt: Sie könnten in bis zu 25 von 1.000 Fällen für folgende Krankheiten mitverantwortlich sein: Allergien, Asthma, Hautkrankheiten und Krebs. Um die Sicherheit von Chemikalien zu erhöhen, ist es wichtig, mehr über sie zu wissen. Innerhalb der Europäischen Union sind rund 100.000 Chemikalien erfasst. Bei rund 95.000 dieser Stoffe ist jedoch unbekannt, wie sie auf die menschliche Gesundheit wirken. Um diese Wissenslücke zu schließen, entstand die sogenannte REACH-Verordnung.
REACH bedeutet: R = Registrieren, E = Evaluieren (Bewerten), A = Admission (Zulassen) von CH = Chemikalien. Im Kern verlangt die Verordnung: Stoffe, die in großen Mengen hergestellt werden und oft schon seit Jahren auf dem Markt sind, müssen untersucht werden. Und zwar darauf, ob sie schädlich auf die Gesundheit und die Umwelt wirken. Seit 1. Juni 2008 gilt REACH überall in der Europäischen Union – auch in Deutschland.
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Wie werden Lebensmittel noch sicherer?
Im Januar 2009 stimmte das Europäische Parlament für neue Regelungen im Pflanzenschutz. Diese bringen einen riesigen Fortschritt für sichere Lebensmittel. Denn künftig werden Stoffe, die besonders bedenklich sind, verboten. Das bedeutet: Sie dürfen nicht mehr als Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Somit können sie nicht mehr über die Äcker auf unsere Teller gelangen. Dieses Verbot gilt un-ter anderem für giftige Stoffe, die sich in der Umwelt anreichern. Ebenso sind die sogenannten POP-Stoffe verboten. POP bedeutet: P = persistente, O = organische, P = Pollutants (Schadstoffe). Persis-tent heißt, dass ein Stoff sehr stabil ist und daher lange in der Umwelt bleibt. Außerdem kann er sich in Tieren anreichern und ist sehr giftig. Welche Stoffe POPs sind, ist in einem internationalen Abkommen festgelegt – dem sogenannten Stockholmer POP-Abkommen. Dort wird auch beschrieben, wie man neue POPs erkennen kann. Weiterhin verbieten die neuen Pflanzenschutzregelungen künftig solche Stoffe, die nachweislich Krebs erregen. Die das Erbgut verändern, die Fähigkeit zum Fortpflanzen schädigen oder das menschliche Hormonsystem stören. Das Hormonsystem dient dazu, den Körper steuern. Und zwar vom Wachstum bis hin zur täglichen Verdauung. Zudem muss schon bald jedes Mitglied der Europäischen Union konkrete Ziele formulieren, um Risiken durch Pflanzenschutzmittel zu verringern.
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Was unternimmt die Politik gegen Lärm?
Zwei von drei Einwohnern Deutschlands leiden unter Umgebungslärm – vor allem durch Straßen-, Eisenbahn- und Flugverkehr. Um diese Belastung zu verringern, entstehen derzeit in Deutschland sogenannte Lärmkarten. Sie dienen dazu, Lärmbelästigungen zu erfassen und künftig zu verringern. Bislang wurden bereits 27 große Ballungsräume untersucht. Davon betroffen waren 17.000 Kilometer Hauptverkehrsstraßen, 4.400 Kilometer Haupteisenbahnstrecke sowie neun Großflughäfen. Zudem verschärfte die Bundesregierung die Grenzwerte für Fluglärm.
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Was kannst Du tun, um Dich zu schützen?
Achte beim Einkauf auf das Umweltzeichen "Blauer Engel". Nur besonders umweltfreundliche Produkte tragen dieses Gütesiegel. Den Blauen Engel gibt es für viele Produkte – sogar für Matratzen und Handys. Willst Du mehr dazu wissen? Dann klick hier. www.blauer-engel.de Weitere Tipps: Achte auf das Biozeichen, wenn Du Lebensmittel kaufst. Denn für Bioprodukte gelten strenge Regeln in der Landwirtschaft. Nicht nur Verkehr kann schädlichen Lärm erzeugen, sondern auch Musik, die Du hörst. Dreh also das Gerät nicht so laut. Das gilt vor allem, wenn Du Kopfhörer nutzt.
