Wie baust du dem Igel ein Versteck?
Du brauchst:
Äste und Zweige (vom Gehölzschnitt), Laub und Wurzeln, Platz unter Baum, Hecken oder am Gartenzaun
Jahreszeit: Herbst bis Frühjahr
Das machst du:
1. Schichte Äste und Zweige vom Gehölzschnitt, dazu Laub und Wurzeln von der Gartenarbeit auf einem Stapel unter einen Baum oder eine Hecke.
2. Der Haufen sollte eine Grundfläche von mindestens 1 mal 2 Meter und eine Höhe von mindestens 1 bis 2 Metern haben.
3. Du kannst an den Rand ein paar Kletterpflanzen setzen, z.B. Staudenwicke, Geißblatt, Waldrebe oder Hopfen. Du kannst das auch lassen. Denn mit der Zeit kommen Pflanzen von selbst zu deinem Holzhaufen.
Im Sommer legst du dich in der Nähe deines Reisighaufens auf die Lauer. Vielleicht entdeckst du einen der zahlreichen Bewohner.
Was für Beobachtungen hast du gemacht?
Ergebnis:
Mit dem Reisighaufen hast du ein Heim für viele Wildtiere im Garten geschaffen. Es dauert einige Wochen, bis sie einziehen. Sie zu beobachten ist nicht so leicht, weil sie meist sehr verborgen leben.
Erklärung:
Der Igel schläft tagsüber gerne in Reisighaufen und baut sich darin sein Winternest. Die Igelmutter bringt im Schutz des Reisighaufens ihre Jungen zur Welt. Weitere Tiere, die sich darin verstecken, sind: Erdkröte, Blindschleiche, Eidechsen, Spitzmäuse, Mauswiesel und Kleinvögel. Zaunkönig und Rotkehlchen bauen gerne ihre Nester hinein. Auf dem modernden Holz wachsen Moose und Pilze. Im toten Holz leben Käfer-Larven, z.B. vom Rosenkäfer. Schon nach einem Jahr sackt der Reisighaufen zusammen und wird von unten her langsam zu Erde.
Mit freundlicher Genehmigung von http://www.umwelt.saarland.de
